We love Indie

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Wir sind keine Profis in Sachen LIEBESROMAN. Beim Stöbern und Darüber-Reden jedoch fanden wir Erstaunliches. Selten mit klassischem Happy End. Manchmal melancholisch oder sogar tragisch. Aber immer schön! Und ganz sicher ist dies nur eine kleine feine Auslese, welcher der eine oder andere Liebesroman noch hinzugefügt werden kann. Lasst Euch inspirieren. Verschenkt Liebe. Es ist Valentinstag. 

 

Frans Eemil Sillanpää. Hiltu und Ragnar – Guggolz Verlag

Nicht alle Geschichten, die die Liebe schreibt, enden glücklich. Aber auch eine Tragödie kann von der Macht der Liebe berichten. Der finnische Literaturnobelpreisträger Frans Eemil Sillanpää erzählt von der verhängnisvollen Begegnung des Dienstmädchens Hiltu mit Ragnar, dem jungen Herrn des Hauses, in dem sie arbeitet. Eine psychologische Milieustudie über das Verhängnis des Begehrens mit tödlichem Ende. Hier liegen Eros und Schicksal im Clinch. [Jochen]

Arno Schmidt. Seelandschaft mit Pocahontas – Verlag Officina Ludi

Der Schriftsteller Joachim und sein Freund, der Malermeister Paul, machen in den 50er Jahren Kurzurlaub am Dümmer See. Sie bandeln mit zwei Frauen an und eine ebenso zarte wie derbe Liebesgeschichte entwickelt sich. Um die Erzählung von Arno Schmidt treffend zu illustrieren, hat Felix Scheinberger selbst einen Trip zum Dümmer auf Schmidts Spuren unternommen. Eine der schönsten Liebesgeschichten der deutschen Nachkriegsliteratur, wundervoll bebildert. [Jochen]

Carl Nixon. Lucky Newman – Weidle Verlag

Ein Mann kehrt aus dem Krieg zurück und hat alle Erinnerungen an sich und sein früheres Leben verloren. Seine Krankenpflegerin verliebt sich in ihn und kämpft gegen viele Widerstände um sein Wohl. Der Neuseeländer Carl Nixon hat nicht nur eine wunderbare Liebesgeschichte geschrieben, sein Roman handelt auch von der Macht des Erzählens und des Erinnerns. [Jochen]

Nino Haratischwili. Mein sanfter Zwilling – Frankfurter Verlagsanstalt

Vor der gefeierten Familiensaga Das achte Leben (Für Brilka) veröffentlichte die aus Georgien stammende Autorin Nino Haratischwili den Roman Mein sanfter Zwilling. Darin erzählt sie von einer ebenso leidenschaftlichen wie destruktiven Liebe zwischen zwei Menschen, die durch ein tragisches Ereignis aneinander gebunden sind. Eine intensive Geschichte, die sich nicht vor den großen Themen und Gefühlen scheut. [caterina]

David Garnett. Mann im Zoo – Dörlemann Verlag

Entzückend und charmant kommt nicht nur das Cover dieser reizenden Liebesgeschichte daher. Sie ist es auch zwischen den Buchdeckeln. David Garnett, der uns im vergangenen Jahr mit Dame zu Fuchs begeistert hat, setzt seinen Protagonisten im Zoo ab, weil er da hingehört. Das sagt seine Liebste während einer Auseinandersetzung. Gesagt, getan. Schon sitzt John Cromartie selbstgewählt im Käfig. Und was meint sein Herzblatt dazu? Nun, das sei hier nicht verraten. Nur so viel: Wiederholt schenkt uns der Dörlemann Verlag allerfeinste Literatur, die das Herz beglückt und mich nach der Lektüre wohlig seufzen lässt. [Klappentexterin]

Wsewolod Petrow. Die Manon Lescaut von Turdej – Weidle Verlag

Die Novelle ist wie ein Juwel, der schon lange in meinem Bücherregal funkelt. Die Manon Lescaut von Turdej ist ein schmales Buch, aber voller großer Gefühle, umgeben von vielen philosophischen Betrachtungen. Wsewolod Petrow erzählt darin die Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die wie Tag und Nacht sind, und sich dennoch zueinander hingezogen fühlen. Zwei Liebende im Schatten des Krieges, der draußen wütet, während der Ich-Erzähler und seine Vera in einem Lazarettzug durch den Winter fahren und ihre Herzen glühen. Unvergesslich und wunderschön. [Klappentexterin]

Naira Gelaschwili. Ich bin sie – Verbrecher Verlag

Nia ist ein junges Mädchen aus Tiflis. Stürmisch und voller Sehnsucht verliebt sie sich in einen älteren Jungen aus dem Haus gegenüber. Jahrzehnte später begegnet Nia erneut ihrer ersten großen Liebe. Zwischen den 50er Jahren und heute wechselnd, erzählt die Autorin Gelaschwili diese bezaubernde Geschichte, die in Georgien oft von Verliebten verschenkt wird. [Jacqueline]

Chris Kraus. I love Dick – Verlag Matthes & Seitz

Autobiografisch, experimentell und wahnsinnig intelligent. Erstmals in New York erschienen, gibt es I love Dick nun nach 20 Jahren endlich auf Deutsch. Auf der Homepage von Matthes & Seitz heißt es, Autorin Chris Kraus hebe in ihrem Buch die Grenzen zwischen Fiktion, Essay und Tagebuch auf und schuf damit gegen Ende des 20. Jahrhunderts ein völlig neues Genre … Es ist der letzte große feministische Roman des 20. und der erste große Liebesroman des 21. Jahrhunderts. [Jacqueline]

Tschingis Aitmatow. Dshamilja – Unionsverlag

Danijar und Dshamilja sind ein junges Paar in Zentralasien – irgendwo zwischen kirgisischen Bergen und kasachischer Steppe – das mutig und entschlossen den Weg der Liebe geht. Gegen jede Tradition. Erstmals 1958 in der Zeitschrift Nowyj Mir veröffentlicht, ist diese Novelle vielleicht eine der meistgelesenen und schönsten Liebesgeschichten. [Jacqueline]

Elif Shafak. Die vierzig Geheimnisse der Liebe – Verlag Kein & Aber

Ein wunderschöner und sehr weiser Roman mit einer spirituellen Ebene. Ella und Aziz lernen sich vorerst nur per Mail kennen. Als Gutachterin muss sie eines Tages das Manuskript seines Romans über den berühmten Dichter Rumi lesen. Was sich daraus entwickelt, verändert Ella und ihr Leben komplett und tiefgreifend. [Jacqueline]

Ruth Cerha. Bora – Frankfurter Verlagsanstalt

So sollte Liebe sein. Und wer noch ein wenig mehr braucht als nur eine Liebesgeschichte, kommt bei Bora auch auf seine Kosten. Denn wer kennt schon die durchaus interessante Geschichte der kroatischen Auswanderer … oder die Probleme, die ein Autor hat, der einen ganzen Sommer auf einer Mittelmeerinsel verbringt, um zu schreiben, dann aber blockiert und keinen einzigen Buchstaben zu Papier bringt. Auch das alles erzählt und schildert Ruth Cerha dem Leser empathisch, leicht und spannend. [Tobias vom Blog buchrevier]

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4 Kommentare zu “We love Indie

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