Die Idee

We love Indie.

Die Idee hatte eine, mitgemacht haben viele: Der 23. März 2013 ist der Geburtstag von We read Indie. Die Klappentexterin hat sich überlegt, dass es schön wäre, regelmäßig auf Literatur aus unabhängigen Verlagen aufmerksam zu machen. Gesagt, getan: Wir anderen haben nicht nur begeistert genickt, sondern sofort in die Tasten gehauen. Auf diesem gemeinschaftlichen Blog berichten wir über Indiebooks und die Kleinverlagskultur – immer abwechselnd, immer gemeinsam. Und natürlich immer unabhängig.

Bitte, was ist ein „Indie-Verlag“?

Unser Augenmerk liegt ganz klar auf traditionellen Buchverlagen. Bei der Überlegung, welche Verlage wir berücksichtigen wollen, stellen die Kriterien der Kurt-Wolff-Stiftung eine erste wichtige Orientierung dar. „Indie“ bedeutet in erster Linie natürlich konzernunabhängig, darüber hinaus schauen wir jedoch auch auf die Größe der Verlage. Einige der Publikumsverlage – wie zum Beispiel Diogenes oder Hanser – sind zwar genau genommen unabhängig, verfügen aber im Vergleich zu den kleinen Verlagen über deutlich mehr Ressourcen (personeller und vor allem finanzieller Art), um aus eigener Kraft auf sich aufmerksam zu machen.

Das wichtigste Kriterium von allen ist allerdings unser persönlicher Geschmack: Nicht nur die Verlage, denen wir uns widmen, sind indie, auch wir selbst haben den Anspruch, es zu sein. Die Bücher, die wir lesen und rezensieren, wählen wir also nach unseren eigenen Vorlieben aus. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir nicht allen Anfragen von Verlagen und Autoren nachkommen können.

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29 Antworten auf “Die Idee”

  1. Liebes „We read Indie“ Team
    Die Idee hinter diesem Bloggerzusammenschluss gefällt mir sehr 🙂

    Lesepanda.net verfolgt ein ähnliches Ziel, nur schreiben wir keine Rezensionen. Aktuell suchen wir nach weiteren Partnerschaften. Wenn interesse besteht, freue ich mich auf eine Nachricht von euch 🙂 Liebe Grüsse und vielleicht bis bald auf lesepanda.net?

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  2. Hallo zusammen,

    auch und gerade an dieser Stelle möchte ich aufmerksam machen auf: indieautor – Literaturport für Selfpublishing und Schreibkunst. https://indieautor.wordpress.com/

    Hier gibt es Tipps und Infos zum Thema Selfpublishing, Buchempfehlungen, weiterführende Links und dergleichen mehr. Der Blog ist ganz frisch und befindet sich stetig in Erweiterung, so dass sowohl für Lesende als auch Schreibende immer wieder etwas Interessantes dabei sein dürfte…

    Erste Buchvorstellung Print: David Foster Wallace: Unendlicher Spass (Infinite Jest). Roman

    Erste Buchvorstellung E-Book: Kjell Ångström: Epik. Mythen einer Welt. Prolog: Weltgeist (Heimsghostla). Fantasy-Roman

    Letzter Beitrag: „Wie also kommt man an einen Verlag?“ Drei Tipps von Richard David Precht

    Gruß, A. Goldberg

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  3. Euer Einsatz für kleine, unabhängige Verlage ist sehr zu loben. Aber Ihr seid doch keine Dogmatiker, oder? Sicher nicht, davon gehe ich mal ausI
    Für mich zählt in erster Linie das Buch. Und bei aller Kritik an Großkonzernen, unter deren Dächern tummeln sich auch viele Verlage/Imprints, die (inhaltlich und gestalterisch) schöne Bücher machen.
    Zählen die bei Euch nicht? – Es klingt so, ist aber hoffentlich nicht so gemeint. Zusatzfrage: Ab wenn ist ein Verlag zu groß, um noch Indie zu sein. Was ist z.B. mit Galiani Berlin, Metrolit, Die andere Bibliothek (die zum Glück wieder auferstanden ist), Tropen bei Klett-Cotta … Könnte da noch viele andere nennen.
    In diesem Sinne sage ich für mich: „Ich lese AUCH Indie“, und werde Eurem Blog interessiert folgen, sowie weiter bei kleinen (die natürlich mehr Unterstützung brauchen!) und großen Verlagen meine geistigen Lebensmittel ordern.
    Freue mich also, AUCH bei Euch neue Anregungen zu finden.
    Liebe Grüße
    Jochen K.

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    1. Lieber Jochen,
      merci für deinen Besuch und den anregenden Kommentar.

      Um Himmels willen, natürlich sind wir keine Dogmatikerinnen! Wenn du dir oben die Kurzvitae durchliest, siehst du, dass erstens die meisten von uns in der Buchbranche tätig sind, wo solch eine scharfe Trennung gar nicht möglich ist, und zweitens jede von uns einen eigenen Literaturblog betreibt – dort findest du jede Menge Lektüretipps aus kleinen und großen Häusern.

      Mit „We read Indie“ wollten wir jedoch eine Plattform schaffen, die sich ausschließlich der unabhängigen Literatur widmet. Weil wir gemeinsam mehr Kraft haben und ein größeres Publikum erreichen, als es mit unseren eigenen Blogs je möglich wäre. Und diese Kraft wollen wir für jene aufwenden, die sie am meisten brauchen – diejenigen, die keine großen Vertriebsstrukturen und kein großes Marketingbudget haben, die selbst im Feuilleton immer noch viel zu selten beachtet werden. Die großen Verlage machen zweifelsohne tolle Literatur, aber sie haben eben auch deutlich mehr Möglichkeiten, um darauf aufmerksam zu machen.

      Die Verlage, die du nennst, sind großartig, keine Frage. Und sie sind auf den ersten Blick klein. Auf den ersten Blick – denn de facto gehören sie nun einmal großen Häusern an und profitieren von deren Strukturen. Auf „We read Indie“ ist daher kein Platz für sie. Aber natürlich auf unseren anderen Blogs, sogar reichlich! Wenn du dort ein bisschen stöberst und hier ein bisschen, dann findest du sicher jede Menge Leseempfehlungen – ganz gleich, ob Indie oder nicht.

      Herzliche Grüße,
      caterina & das ganze Team von We read Indie

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      1. Liebe Caterina,
        danke für Deine/Eure schnelle und ausführliche Antwort.
        Ich wollte keinesfalls sticheln oder gar stänkern, allenfalls aufzeigen wie schwammig und unscharf die Trenngrenze mitunter ist; vor allem für den „einfachen“ Leser.
        Euer Engagement, diese unscharfe Grenze Lesern mit „We read Indie“ bewusst zu machen finde ich hervorragend und unterstützenswert.

        In meiner Blog-Mappe seid Ihr jedenfalls ab heute fest „gebookmarked“.

        Liebe Grüße aus Berlin
        Jochen

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      2. Schwammig ist die Trenngrenze in der Tat, zugegebenermaßen auch für uns – es kommt immer wieder vor, dass wir nicht wissen, ob ein Verlag indie ist oder nicht, klein oder groß; eine Patentlösung haben auch wir nicht. Aber darum geht es ja auch gar nicht, sondern darum, im Leser ein Bewusstsein zu schaffen: für die gute Literatur abseits des Mainstreams, dafür, dass es sich lohnt, den Blick zu weiten und sich mit den Programmen der kleinen Verlage vertraut zu machen. Wenn es solche Literatur aber auch in den großen Häusern gibt und von vielen Lesern entdeckt wird – umso besser!

        Es freut uns jedenfalls, dass du unseren Ansatz für sinnvoll hältst, und wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

        Herzlich,
        caterina

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  4. Lieber Herr Hund,
    besten Dank fürs Lob, über das wir uns sehr freuen!

    Und was die Definition von „indie“ betrifft, sind wir uns einig, nicht umsonst haben wir im Text oben geschrieben: „Das wichtigste Kriterium von allen ist allerdings unser persönlicher Geschmack: Nicht nur die Verlage, denen wir uns widmen, sind indie, auch wir selbst haben den Anspruch, es zu sein.“ Dennoch braucht es natürlich auch objektive Kriterien/Eckdaten, um einem solchen Projekt eine konkrete Gestalt zu geben. Diese sind aber nicht in Stein gemeißelt, wir gucken immer auch nach links und rechts und über den Tellerrand hinaus.

    Herzliche Grüße,
    caterina

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    1. Das war jetzt ein klassisches Beispiel dafür, dass man erst einmal alles lesen muss, damit ein fundierter Kommentar möglich ist. Die betreffende Zeile hatte ich noch gar nicht bemerkt.
      Aber umso besser, dann habe ich ja einen weiteren guten Grund, Ihre Seite öfter zu besuchen. Wer weiß, welche Zeilen ich noch finden werde.

      Und irgendwann wird alles gelesen sein und ich beginne zu meißeln

      Herzliche Grüße
      Herr Hund

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  5. In meiner Definition bedeutet zwar Indie, in seiner Lektüre unabhängig davon zu sein, was man unbedingt lesen muss (auch wenn man wahrscheinlich von diesem Ansinnen nicht immer ganz unbeeindruckt bleibt), aber den Ansatz, den dieser Blog hat, kann ich nur gut heißen. Bitte dranbleiben!

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  6. Ich schließe mich den Gratulanten gerne an. Es ist wirklich eine gute Idee, eine Plattform für sonst nicht so beachtete Werke zu schaffen. In diesem Zusammenhang interessiert mich allerdings auch, ob Ihr außer Indie-Verlagen auch hin und wieder Selfpublisher in Eure Leselisten aufnehmt. LG, Christian

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    1. Lieber Christian, vielen Dank für deine lieben Worte. Unser Fokus liegt derzeit ganz klar auf den Verlagen. Wir freuen uns, wenn du hier öfter vorbeischaust. Viele Grüße, das Team von „We read Indie“.

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      1. Danke für die Info. Ich werde auf jeden Fall hin und wieder hier und bei FB schauen, was so läuft. Vielleicht sind die eWriters ja irgendwann etabliert genug, um auch bei Euch auf dem SuB zu landen.

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  7. Glückwunsche zu dieser tollen Initiative! Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Suche nach den Perlen unter den Indies – die es gibt, ganz ohne Zweifel. Alles Gute für Euch und allzeit viel Spaß beim Lesen.

    Grüße, Claudia

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