Auf geht´s in spannende Welten! Mit von der Partie: Ein Hitlerkäfer, Georgien, Die Tollen Hefte und Kafka.

IMG_7191Samstagmorgen, 7 Uhr. Der Wecker zeigt sich von seiner lautesten Seite, ich schrecke hoch und denke: Moment, habe ich heute nicht frei? Als ich alle Sinne beisammen habe, fällt es mir ein: Ich will um 10 Uhr in Kreuzberg bei Kirchner Kommunikation sein, wo die #Spreepartie beginnt. So hüpfe ich freudig aus dem Bett, einem inspirierenden literarischen Samstag entgegen.

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Yoko Ogawa: Zärtliche Klagen.

Nur der Moment zählt. Der ruhige.

Ich hatte kürzlich Yoko Ogawa zu Gast, die mir ihre »Zärtliche Klagen« mitgebracht hat, die kürzlich beim Liebeskind Verlag erschienen sind. Wir sitzen uns gegenüber, schweigen und lauschen den zauberhaften Klängen eines Cembalos. Spielt Kaoru? Oder doch Nitta? Yoko Ogawa schweigt und tippt aufs Buch. Ich schließe lächelnd die Augen und kehre zurück in meine literarische Kraftoase, um dort wieder auf Kaoru und Nitta zu treffen.

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Mit #verlagebesuchen 2017 in die Verlagswelt eintauchen.

Ihr habt euch sicherlich auch schon oft die Frage gestellt: Wo kommen all die schönen Bücher her? Und welche Köpfe stecken dahinter, wie sieht der Entstehungsprozess vom Manuskript bis zum fertigen Werk aus? Und und und… Nun, da habe ich einen besonderen Tipp für euch: #verlagebesuchen 2017. Dahinter verbirgt sich ein Projekt des Landesverbandes Berlin-Brandenburg vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, das 2016 initiiert wurde. In diesem Jahr gibt’s zum Welttag des Buches in Kooperation mit den anderen Landesverbänden eine Fortsetzung. Und nicht nur das: Das Projekt wurde erweitert. So beteiligen sich vom 21. bis 23. April deutschlandweit rund 100 Verlage an der schönen Aktion. Was müsst ihr tun? Welche Verlage beteiligen sich? Das verrate ich euch in diesem Beitrag.

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Kathy Zarnegin: Chaya.

»Das ganze Leben ein Gedicht.«

Wäre das schön! Wenn man nur von Gedichten und der Philosophie leben könnte. Eine traumhafte Vorstellung, die mir Chaya zuflüstert. Ich nicke ihr mit leuchtenden Augen zu und lächle über die junge Frau, an deren Seite ich für kurze Zeit weilen konnte. Ach, ich werde sie vermissen, meine neue Freundin. Wir haben uns im gleichnamigen Buch getroffen, das Kathy Zarnegin geschrieben hat. Die Autorin hat meinen wintermüden Geist mit Sonne aufgeladen, auch wenn man dem Buch diese Kraft auf dem ersten Blick nicht ansieht. Eher unauffällig liegt es derzeit zwischen den farbenfrohen Büchern der Saison, doch das im weissbooks-Verlag erschienene Buch ist so überhaupt nicht zurückhaltend. Bereits auf den ersten Seiten weht eine selbstbewusste Prise. Weiterlesen „Kathy Zarnegin: Chaya.“

Barbara Landes: Die Ballade vom Wunderkind Carson McCullers

landes_die_ballade_vom_wunderkindHeute vor hundert Jahren erblickte ein Wunderkind das Licht der Welt. Die kleine Lula Carson Smith wusste damals noch nicht, dass sie ein berühmter Mensch werden sollte. Eine Autorin, die noch viele Jahre nach ihrem Tod in ihren Büchern weiterlebt. Und hier eine begeisterte Leserin dazu inspiriert, über sie zu schreiben, um sie zu ehren und an ihr eindrucksvolles Schaffen zu erinnern. Beinah jeder Carson McCullers-Leser wird mir bestätigen: Dies ist keine Sorte Literatur, die man einfach so wegschlürft und danach sofort vergisst. Carson McCullers Geschichten – in einer schlichten und klaren Sprache erzählt – graben sich in die Tiefe der Seele ein, erzeugen eine elektrisierende Wirkung und hinterlassen ein ganz besonderes Echo. Genau dem möchte ich heute nachspüren und das literarische Erbe würdigen, das die Autorin hinterlassen hat.

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Maeve Brennan: New York, New York

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Foto: Karl Bissinger

Heute ist ein besonderer Tag, der mich einerseits beglückt und andererseits ein bisschen traurig macht. Glücklich bin ich darüber, dass ich auf meinem Blog den 100. Geburtstag einer bemerkenswerten Autorin zelebrieren kann. Traurig hingegen macht mich die Tatsache, dass ich in sämtlichen Literaturkalendern keinen Eintrag über Maeve Brennan finde. War die Autorin am Ende zu unbekannt? Oder hat man sie übersehen? Nun, es ist wie es ist, und ich kann die frohe Kunde übermitteln, dass Maeve Brennan eine außergewöhnliche Journalistin und Schriftstellerin war, von der ich euch heute berichten und auf die ich anstoßen möchte. Cheers!

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Elif Shafak: Der Geruch des Paradieses.

elif_shafak_der_geruch_des_paradieses»Welchen Lebensweg soll ich einschlagen?« Ich spüre den Blick von Peri auf mir und drehe mich verlegen zur Seite. Diese große existenzielle Frage hallt durch Elif Shafaks Romanheldin direkt zu mir. Peri erinnert mich an eine junge Biene, die zu lange am süßen Nektar genascht hat. Nun ist sie ganz mit Blütenstaub gefüllt und sie weiß nicht, wohin mit dem Gewicht. In ihrem Falle sind es allerhand Gedanken und Gefühle. Sie arbeiten in ihr wie fleißige Ameisen, und der Wind bahnt sich einen Weg durch ihren Kopf, doch die Gedanken über Gott, das Gute und das Böse, die verschlüsselten Träume und die Einsamkeit des jungen René Descartes, sie wollen partout nicht verschwinden.

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Patrick McGinley: Bogmail. Roman mit Mörder.

bogmail_roman_mit_moerderAls ich kürzlich auf meinem Blog über »Bogmail. Roman mit Mörder« von Patrick McGinley berichtete, sprach ich von einer kleinen Krimi-Sensation. Das ist das Buch immer noch. Seit gestern ist der Krimi überdies in seiner Bekanntheit gewachsen und bei vielen Krimifreunden in aller Munde. Dieses bemerkenswerte Buch aus dem Steidl Verlag schmückt die KrimiZEIT-Bestenliste Dezember 2016. Auf Platz 2 steht es nun dort und macht mich ganz besonders glücklich. Was »Bogmail. Roman mit Mörder« derart auszeichnet? Darüber nun mehr in meiner Rezension.

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Ingvild H. Rishøi: Winternovellen.

rishoi_winternovellen»Winterkalt und herzenswarm.«

Für jedes Buch gibt es den richtigen Augenblick. Ich weiß nicht, wie oft ich den Satz schon geschrieben habe. Und doch werde ich nicht müde, ihn aus der Schublade meines Wortschrankes hervorzuziehen, wenn er perfekt passt – wie in diesem Falle. Mir ist »Winternovellen« von der jungen Norwegerin Ingvild H. Rishøi bereits mehrfach begegnet. Und nach der Bekanntgabe der Hotlist 2016 war er also da, der richtige Augenblick. »Winternovellen« zählt in diesem Jahr zu den besten zehn Büchern aus unabhängigen Verlagen. Und ich freue mich sehr darüber, weil es dort einfach hingehört.

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Im Gespräch mit ebersbach & simon

Zu Beginn dieser Woche habe ich euch »Die Clique« von Mary McCarthy vorgestellt. Heute nun folgen die beiden Verlegerinnen, die den modernen Klassiker der Frauenliteratur publiziert haben: Brigitte Ebersbach und Sascha Nicoletta Simon. Die Verlegerinnen erzählen davon, wie sich die Edition Ebersbach in ebersbach & simon verwandelt hat und was sie so alles erlebt haben.

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