Scott McClanahan: Sarah

Liebe hat viele Gesichter. Sarah (Ars Vivendi) von Scott McClanahan zeigt sie in einem Teil der USA, der eher wenig Aufmerksamkeit bekommt. Der mittlere Westen, genauer: West Virginia. White-Trash-Territorium also. Mein Indiebookday-Kauf 2020, und ein Treffer! Ich muss natürlich unumwunden zugeben, dass mir der Autor absolut nichts sagte, als ich das Buch zur Hand nahm. Schon mehr... Weiterlesen →

Deborah Feldman: Unorthodox

Deborah Feldman wächst in der Gemeinde der chassidischen Juden New Yorks auf. In ihrer autobiografischen Erzählung Unorthodox (Secession Verlag) zeichnet sie ihre Sozialisation und die Befreiung aus der streng gläubigen Gemeinde nach. Schon lange steht dieses Buch in meinem Regal, aber irgendwie hatte es bis vor Kurzem nie meine Aufmerksamkeit erregt. Da musste erst die Netflix-Miniserie Unorthodox kommen, um... Weiterlesen →

Joshua Groß: Flexen in Miami

Fenster überall. In Joshua Groß’ Romandebüt Flexen in Miami (Matthes & Seitz) schauen wir mit dem Protagonisten in eine Realität, die so überlagert von Reflexionen ihrer selbst ist, dass auch eine frische Liebe nicht mehr zum Eigentlichen vordringen kann. Miami, Florida, scheint sich gerade zu einem Sehnsuchtsort der deutschen Literatur zu entwickeln. Blickten Goethe, Schiller und die... Weiterlesen →

Leona Stahlmann: Der Defekt

Ein konservatives Dorf im Schwarzwald, ein heißer Sommer voller Fliegen, zwei Jugendliche, die ihre Sexualität entdecken – mit ihrem Debüt Der Defekt (Kein & Aber) blickt Leona Stahlmann in die Tiefen des weiblichen Lustempfindens. Mina ist 16, als sie Vetko zum ersten Mal bewusst wahrnimmt. Es ist Sommer im spießigen Dorf, aus dem sie kommt, die Ferien... Weiterlesen →

Cemile Sahin: Taxi

Der Verlust eines geliebten Menschen kann uns bis in die Grundfesten zerreißen. In Taxi von Cemile Sahin (Korbinian) nimmt eine Mutter ihr Schicksal in die eigene Hand und kreiert sich einen neuen Sohn, der buchstäblich die Rolle neben ihr einnimmt. An zahlreichen Stellen wurde zuletzt die Konkurrenz zwischen Büchern und Netflix – stellvertretend für den anhaltenden Serienhype... Weiterlesen →

Jan Novák & Jaromír 99: Tschechenkrieg

Nach den Nazis kamen die Kommunisten. Die Graphic Novel Tschechenkrieg (Voland & Quist) von Jan Novák und Jaromír »99« Švejdík erzählt aus dem tschechischen Untergrund der frühen 1950er Jahre und wirft spärliches Licht auf eine bisher kaum bekannte Episode tschechisch-deutscher Geschichte. Graphic Novels kamen mir bisher nicht allzu oft auf den Tisch. Den genauen Grund kann ich... Weiterlesen →

Ziemowit Szczerek: Sieben

Außen Roadtrip, innen der Selbsthass einer Nation: Sieben (Voland & Quist) von Ziemowit Szczerek führt nicht nur quer durch Polen, sondern auch ganz tief in das Herz des Landes. Und zu all den Dämonen, die es heimsuchen. Sieben. Das Buch der polnischen Dämonen. Ich muss ja zugeben, dass ich bei dem Titel erstmal an eine... Weiterlesen →

Die Großartigkeit von Zora Neale Hurston

Schiffe in der Ferne haben jedermanns Wunsch an Bord. Für manche treffen sie mit der Flut ein. Für andere fahren sie immer am Horizont dahin, nie außer Sicht, nie ein in den Hafen, bis der Ausschauer resigniert die Augen abwendet, da ihm an der kalten Schulter der Zeit die Träume gestorben sind. Janie, die Protagonistin... Weiterlesen →

Sebastian Guhr: Die langen Arme

Es raschelt in den Zwischenwänden: Sebastian Guhr geht mit Die langen Arme (Kein & Aber) in die Keller einer DDR, die man so noch nie gelesen hat. Und die es so auch nicht gab, aber das ist eine andere Geschichte. Der Sieger des Blogbuster 2018. Auch wenn der »Muff von 1000 Jahren« ein Slogan der... Weiterlesen →

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