Indiebookchallenge, Woche 1: Blau, blau, blau sind alle meine Kleider

Heimlich, still und leise scheint sich Blau als die Indiebuch-Farbe gemausert zu haben: Das Logo von We Read Indie ist in Blau gehalten, genauso das vom Indiebookday – und das erste Wochenthema der neu ins Leben gerufenen Indiebookchallenge lautet, exakt, „Blau“.

Ein Blick in die Verlagsprogramme zeigt: Blau gehört auch bei den Covern zu den Lieblingsfarben der Indies. In der Frankfurter Verlagsanstalt stehen diese Saison zwar alle Zeichen auf Dunkelgrün, doch an blauen Büchern mangelt es nicht: Erst kürzlich erschien Ruth Cerhas New-York-Roman „Traumrakete“, der optisch ein wenig an „Widerfahrnis“ von Bodo Kirchhoff erinnert. Und wie wäre es mit dem Longlist-Titel „Walter Nowak bleibt liegen“ von Julia Wolf oder, blauer geht es kaum, „Das grenzenlose Und“ von Sandra Weihs?

Blauer geht es kaum ist das Stichwort, denn der Kitab-Verlag toppt das mit dem nicht nur blausten Cover, sondern sogar „Blau“ im Titel: „Unbedingt blau“ sind Adnan Keskins Memoiren aus dem türkischen Gefängnis, mitherausgegeben von Doğan Akhanlı, der vergangenen Herbst wegen seiner Verhaftung durch Interpol in die Schlagzeilen geriet. Ganz in Blau sind auch die Bücher der edition.fotoTAPETA, wie Andreas Rostek auf der Facebook-Seite der Indiebookchallenge kommentiert. Etwas weniger Blau, aber bläulich und im doppelten Wortsinne „blue“ ist „Wie viele Tage“ von Andrea Scrima (Literaturverlag DROSCHL), während der mareverlag mit Ian McGuires „Nordwasser“ dem Thema entsprechend ein blaues Buch vorlegt. Ebenfalls mit Wasser beginnt Yael Inokais „Mahlstrom“, erschienen im Rotpunktverlag.

Den Finger auf die Wunde unserer Zeit legt Bettina Wilpert mit ihrem Debüt „nichts, was uns passiert“, veröffentlicht im Verbrecher Verlag. Die beiden beliebtesten Buchkäufe beim vorjährigen Indiebookday waren „Der Club“ von Takis Würger (Kein & Aber) und „Das Buch der Wunder“ von Stefan Beuse (mairisch Verlag), beide sehr blau. Isabel Fargo Coles „Ungesichertes Gelände“, bei mikrotext sowohl im E-Book und als Taschenbuch erhältlich, ist blau; „Immer ist alles schön“ von Julia Weber (Limmat Verlag) hat zumindest blaue Elemente und bei „Das Leben nach Boo“ von Neil Smith (Schöffling) stehen elf verschiedene Coverfarben, darunter selbstverständlich blau, zur Auswahl.

Die Autorin dieser Zeilen ist vom ganzen Blau sehen und „blau“ schreiben so ballaballa, dass sie anlässlich des Indiebooktags ein rotes Buch kaufen wird. Wozu greift ihr?

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Unser Indiebookday 2017

Für manch einen gibt es im Jahr kein schöneres Fest als Weihnachten, andere freuen sich über die vielen langen Wochenenden im Mai und Juni. Für uns Freunde der besonderen Literatur ist der einzig wahre Feiertag der Indiebookday. Der Hamburger mairisch Verlag hat ihn 2013 initiiert, um die unabhängigen Verlage und ihre fantastischen Programme ins Bewusstsein der Leser zu bringen. Von dieser wunderbaren Idee ließen wir uns damals anstecken und riefen kurzerhand We read Indie ins Leben, bis heute ein Herzensprojekt von uns allen. Welche schönen Bücher wir am vergangenen Samstag, dem fünften Indiebookday, entdeckt haben, das zeigen wir euch hier.

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Indiebookday 2015 – ein großes Freudenfest!

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Schöner kann ein Indiebookday nicht beginnen, als mit einer persönlichen Indiebookempfehlung. In der Berliner Buchhandlung Hundt Hammer Stein zögert eine Kundin. In der Hand hält sie Das achte Leben (Für Brilka) von Nino Haratischwili, erschienen bei der Frankfurter Verlagsanstalt. Doch wie gut, dass zwei We-read-Indie-Damen direkt daneben stehen und ihre große Begeisterung für dieses Buch aus den Augen sprühen lassen. Daraufhin überlegt die Kundin nicht mehr lange, bedankt sich und schon klingelt die Kasse. Weiterlesen „Indiebookday 2015 – ein großes Freudenfest!“

Mission Indiebookday

So lange haben wir ihm entgegengefiebert, und dann war er endlich da: der Indiebookday! Als Indiebooker schlechthin gab es für uns am Samstag, 22. März, natürlich nur drei Dinge zu tun:

  1. In eine Buchhandlung unseres Vertrauens gehen (möglichst klein, möglichst unabhängig)
  2. Ein Indiebook kaufen (oder zwei … oder drei!)
  3. Uns mit den neuen Indieschätzen fotografieren (und euch allen zeigen)

Check! Wir haben alle drei Punkte erfüllt. Und freuen uns wie die Schneeköniginnen über unsere neuen Bücher. Welche das sind? Voilà:

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Unsere Empfehlungen für den Indiebookday

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Liebe Leser,
was sind wir aufgeregt! Am Samstag ist es wieder so weit: Der vom mairisch Verlag initiierte Indiebookday findet zum zweiten Mal statt, und alle Liebhaber des besonderen Buches sind aufgerufen, mitzufeiern. Wie das geht? Ganz einfach: Sucht den Buchhändler eures Vertrauens auf (gute Online-Alternative: ocelot.de), kauft ein oder am besten gleich mehrere Bücher aus Indie-Verlagen und postet ein Foto davon auf Facebook, Twitter & Co., damit auch andere auf die Aktion aufmerksam werden. So macht ihr nicht nur euch selbst glücklich, sondern auch die Buchhändler und vor allem die Verlage, deren fabelhafte Programme viele, viele Leser verdient haben. Als Inspiration haben wir gemeinsam mit unseren Gastrezensenten ein paar ausgewählte Titel für euch zusammengestellt. Viel Freude beim Stöbern, Shoppen und Lesen!

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