»Immer ist alles schön«

Vier Bücher, vier brüchige Kindheiten

Ich bin versucht zu sagen, es ist Zufall, dass ich zuletzt gleich mehrere Romane gelesen habe, die von der Kindheit handeln und davon, wie sie in uns nachwirkt. Aber vielleicht stimmt das gar nicht, vielleicht ist es kein Zufall, sondern ganz und gar zwingend. Vielleicht ist die Kindheit ein magischer Ort, der uns in seinem Baann hält und immer wieder zurückholt, mehr als jeder andere Ort; mit ihr hat es schließlich begonnen, aus ihr ist alles Weitere entstanden. Wir erinnern uns und erzählen einander davon, wir suchen uns in den Erzählungen der anderen, spiegeln uns darin oder grenzen uns davon ab. Darum greifen wir fortwährend zu diesen Geschichten: um uns unserer eigenen Geschichte zu vergewissern.

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Dorothy Parker: Lauter Liebeserklärungen.

Heute ist ein ganz besonderer Dienstag. Zumindest für mich und für alle Leser und Leserinnen, die beim Namen Dorothy Parker ein Lächeln auf den Lippen tragen. Heute würde die amerikanische Autorin ihren Geburtstag feiern. Ich habe Dorothy Parker erst in diesem Jahr so richtig kennen- und schätzen gelernt. Zu verdanken habe ich das zahlreichen wunderbaren Publikationen, die ich euch heute in meinem Beitrag vorstellen möchte.

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Elif Shafak: Der Geruch des Paradieses.

elif_shafak_der_geruch_des_paradieses»Welchen Lebensweg soll ich einschlagen?« Ich spüre den Blick von Peri auf mir und drehe mich verlegen zur Seite. Diese große existenzielle Frage hallt durch Elif Shafaks Romanheldin direkt zu mir. Peri erinnert mich an eine junge Biene, die zu lange am süßen Nektar genascht hat. Nun ist sie ganz mit Blütenstaub gefüllt und sie weiß nicht, wohin mit dem Gewicht. In ihrem Falle sind es allerhand Gedanken und Gefühle. Sie arbeiten in ihr wie fleißige Ameisen, und der Wind bahnt sich einen Weg durch ihren Kopf, doch die Gedanken über Gott, das Gute und das Böse, die verschlüsselten Träume und die Einsamkeit des jungen René Descartes, sie wollen partout nicht verschwinden.

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