„Diese verfluchte Mischung aus Wut und Sorge“

Wut und Sorge, Liebe und Rivalität, Geborgenheit und Verwundbarkeit – die Beziehung von Geschwistern ist eine besonders enge und besonders ambivalente. Davon erzählen drei Bücher, die gerade auf deutsch erschienen sind, alle in kleinen, konzernunabhängigen Verlagen: Mona Høvrings neuer Roman Weil Venus bei meiner Geburt ein Alpenveilchen streifte, die Erzählungen von Line Madsen Simenstad (ihr literarisches Debüt), sowie der Roman Eine moderne Familie von Helga Flatland, bereits ihr fünfter, jedoch der erste, der ins Deutsche übersetzt wurde. Alle Autorinnen stammen aus Norwegen, dem diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse.

Ein stilles, tiefes Wasser

Laura war sechs, als ihre Mutter ins Wasser ging, seitdem leben in dem Häuschen an der norwegischen Küste nur noch ihr älterer Bruder, der in sich gekehrte Vater und sie. Wie es im Titel heißt, erzählt der Roman von dem, was helfen könnte – beim Überwinden der Trauer, beim Weiterleben, beim Erwachsenwerden. Doch auch der Konjunktiv des Romantitels ist wohlgesetzt.

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