Norwegische Literatur und das Abarbeiten eines Traumas

In diesem Jahr war Norwegen das Gastland auf der Frankfurter Buchmesse und mit der Literatur aus diesem Land hatte ich bisher wenig zu tun. Eigentlich habe ich bisher bewusst nur Bjarte Breiteig bewusst als norwegischen Autor gelesen und war von seinem nüchternen Stil begeistert, wie er die darin gezeigten dunklen Stoffe verarbeitet, so dass man... Weiterlesen →

„Diese verfluchte Mischung aus Wut und Sorge“

Wut und Sorge, Liebe und Rivalität, Geborgenheit und Verwundbarkeit – die Beziehung von Geschwistern ist eine besonders enge und besonders ambivalente. Davon erzählen drei Bücher, die gerade auf deutsch erschienen sind, alle in kleinen, konzernunabhängigen Verlagen: Mona Høvrings neuer Roman Weil Venus bei meiner Geburt ein Alpenveilchen streifte, die Erzählungen von Line Madsen Simenstad (ihr literarisches Debüt), sowie der Roman Eine moderne Familie von Helga Flatland, bereits ihr fünfter, jedoch der erste, der ins Deutsche übersetzt wurde. Alle Autorinnen stammen aus Norwegen, dem diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse.

Die Schattenseiten in der norwegischen Seele

Abseits des schönen Scheins Bjarte Breiteig habe ich das erste Mal über seinen Debütroman „Meine fünf Jahre als Vater“ kennen lernen dürfen. Dort beschreibt er aus Tätersicht, wie es zu einer Kindesmisshandlung kommen kann, was diese Tat mit dem Umfeld und vor allem mit dem Täter anstellt. Ein ganz gar nicht einfaches Buch, weil mich... Weiterlesen →

Ein stilles, tiefes Wasser

Laura war sechs, als ihre Mutter ins Wasser ging, seitdem leben in dem Häuschen an der norwegischen Küste nur noch ihr älterer Bruder, der in sich gekehrte Vater und sie. Wie es im Titel heißt, erzählt der Roman von dem, was helfen könnte – beim Überwinden der Trauer, beim Weiterleben, beim Erwachsenwerden. Doch auch der Konjunktiv des Romantitels ist wohlgesetzt.

Ingvild H. Rishøi: Winternovellen.

»Winterkalt und herzenswarm.« Für jedes Buch gibt es den richtigen Augenblick. Ich weiß nicht, wie oft ich den Satz schon geschrieben habe. Und doch werde ich nicht müde, ihn aus der Schublade meines Wortschrankes hervorzuziehen, wenn er perfekt passt – wie in diesem Falle. Mir ist »Winternovellen« von der jungen Norwegerin Ingvild H. Rishøi bereits... Weiterlesen →

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