»Immer ist alles schön«

Vier Bücher, vier brüchige Kindheiten Ich bin versucht zu sagen, es ist Zufall, dass ich zuletzt gleich mehrere Romane gelesen habe, die von der Kindheit handeln und davon, wie sie in uns nachwirkt. Aber vielleicht stimmt das gar nicht, vielleicht ist es kein Zufall, sondern ganz und gar zwingend. Vielleicht ist die Kindheit ein magischer Ort, der uns in seinem Baann hält und immer wieder zurückholt, mehr als jeder andere Ort; mit ihr hat es schließlich begonnen, aus ihr ist alles Weitere entstanden. Wir erinnern uns und erzählen einander davon, wir suchen uns in den Erzählungen der anderen, spiegeln uns darin oder grenzen uns davon ab. Darum greifen wir fortwährend zu diesen Geschichten: um uns unserer eigenen Geschichte zu vergewissern.

Yael Pieren: Storchenbiss

»Jetzt setze ich langsam zusammen, wer ich bin« »Und kommt wieder einmal jemand durch die Tür und fordert mich zur Nähe auf, habe ich keine Angst mehr.« So endet der Kurztext »Das vorgegebene Regelwerk« der jungen Schweizerin Yael Pieren, der in der 36. Ausgabe der BELLA triste abgedruckt ist und mich überhaupt erst auf die... Weiterlesen →

Lisa Elsässer: Feuer ist eine seltsame Sache

Starke Short Storys aus der Schweiz Zwei kleine Mädchen begleiten die Mutter zur sterbenden Tante und sind recht verstört vom unmittelbaren Miterleben des Todes. Eine Frau hat Sex mit dem Mann ihrer Freundin, der ihr die Nachricht „Feuer ist eine seltsame Sache“ auf dem Küchentisch hinterlässt. Zwei Frauen im Altersheim, Magda und Otilia, verstehen sich... Weiterlesen →

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