Maeve Brennan: Sämtliche Erzählungen

Kann man sich in eine Autorin verlieben? Die Frage holte mich wiederholt ein, als ich mir mit Herrn Klappentexter Das literarische Quartett anschaute. Exakt den gleichen Gedanken hatte ich bereits vor zwei Jahren, als ich Maeve Brennan erstmals las. Thea Dorn sagte, dass sie in die Autorin verliebt sei, und Volker Weidermann schien kurz etwas irritiert. Er sei ganz angetan von der Autorin, gewiss, aber verliebt, nein. Ulrich Matthes indes schritt ein und hielt eine derart begeisternde Rede über die Autorin, dass ich Tränen in den Augen hatte. Und ob man sich in eine Autorin verlieben kann! Ich saß mit hochrotem Kopf auf der Couch, neben mir glühte die Schmuckausgabe »Sämtliche Erzählungen« von Maeve Brennan, die kürzlich bei Steidl erschienen ist. Die Gesamtausgabe ist kein Massenprodukt, sondern ein ganz besonderes Geschenk an alle Leser, die sich in die Autorin verliebt haben und es noch werden. Obendrein ist sie wieder ein Beweis für den Mut der unabhängigen Verlage, die sich solche Projekte trauen und uns damit beglücken. Weiterlesen „Maeve Brennan: Sämtliche Erzählungen“

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Maeve Brennan: New York, New York

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Foto: Karl Bissinger

Heute ist ein besonderer Tag, der mich einerseits beglückt und andererseits ein bisschen traurig macht. Glücklich bin ich darüber, dass ich auf meinem Blog den 100. Geburtstag einer bemerkenswerten Autorin zelebrieren kann. Traurig hingegen macht mich die Tatsache, dass ich in sämtlichen Literaturkalendern keinen Eintrag über Maeve Brennan finde. War die Autorin am Ende zu unbekannt? Oder hat man sie übersehen? Nun, es ist wie es ist, und ich kann die frohe Kunde übermitteln, dass Maeve Brennan eine außergewöhnliche Journalistin und Schriftstellerin war, von der ich euch heute berichten und auf die ich anstoßen möchte. Cheers!

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Sebastian Barry: Mein fernes, fremdes Land

„Wie klingt es, wenn einer Neunundachtzigjährigen das Herz bricht?“

9783869305134_1.jpg1955 wurde Sebastian Barry in Dublin geboren. Er schreibt Theaterstücke, Lyrik und Prosa. Zuletzt erschien sein Roman „Ein verborgenes Leben“, für den er 2008 mit dem Costa Book of the Year Award ausgezeichnet wurde. Seine neueste Veröffentlichung „Mein fernes, fremdes Land“ war 2011 für den Booker Preis nominiert und wurde mit dem Walter Scott Prize for Historical Fiction ausgezeichnet.

In „Mein fernes, fremdes Land“ erzählt Sebastian Barry die Geschichte von Lilly Bere. Lillys geliebter Enkel Bill nimmt sich nach seinem Einsatz im Golfkrieg das Leben. Am ersten Tag ohne Bill beginnt Lilly mit den Aufzeichnungen über ihr Leben – atemlos und beinahe ohne Pause kritzelt sie in ihr Haushaltsbuch. Siebzehn Tage lang. Die einzige Lösung die Lilly für ihr eigenes Leben noch sehen kann, ist Selbstmord. Sie möchte ihrem Enkel in den Tod folgen, denn: „wie könnte ich ohne Bill weiterleben?“. Weiterlesen „Sebastian Barry: Mein fernes, fremdes Land“