Lot Vekemans: Ein Brautkleid aus Warschau

Ich mag Geschichten mit offenem Ende. Auch die niederländische Dramaturgin und Autorin Lot Vekemans mag es, wenn der Leser am Ende selbst entscheiden kann, wie es mit den Figuren der Geschichte weiter geht.  Und so bleiben viele Fragen offen, wenn in ihrem Roman "Ein Brautkleid aus Warschau" der letzte Satz gesagt ist. Ihre holländischen Leser seien darüber erzürnt gewesen,... Weiterlesen →

Wallstein Verlag – Hotlist 2015

In loser Reihenfolge stellen wir gemeinsam mit einer Handvoll BloggerkollegInnen alle zehn Titel und Verlage vor, die auf der Hotlist 2015 stehen. Gestern hat Gastrezensent Muromez den Roman Applaus für Bronikowski von Kai Weyand besprochen, heute präsentieren wir euch den Wallstein Verlag. Die Beiträge erscheinen auch auf dem Hotlistblog.  Der Wallstein Verlag wurde 1986 von Thedel v. Wallmoden gemeinsam mit Dirk und Frank Steinhoff in Göttingen... Weiterlesen →

Kai Weyand: Applaus für Bronikowski

Frühling liegt in der Luft. Überall draußen spürt man ihn. Da sind die springenden Knospen an den Bäumen, die Krokus-Teppiche auf den Friedhöfen und in den Vorgärten. Man spürt ihn auch an den zurückkehrenden Wildgänsen am Himmel ... Der achtzehnte März brachte die erste warme Frühlingsluft des Jahres. NC wurde an diesem Tag einunddreißig, und... Weiterlesen →

Teresa Präauer: Johnny und Jean

Johnny und Jean, der eine aus New York, der andere aus Paris, zwei gefeierte Künstler, die seit Beginn des Studiums eine innige Freundschaft eint. Nein, ganz so ist es nicht: In Wirklichkeit stammen Johnny und Jean aus demselben Dorf, haben sich selbst diese Namen gegeben, um mehr nach Weltbürger und weniger nach Provinz zu klingen, und studieren nun gemeinsam Kunst in der zweitgrößten Stadt des Landes.

Der Indie-Herbst wird wunderbar – ein erster Ausblick beim zweiten Kurt Wolff Pressesalon

Wer mich kennt, weiß ja, dass mir Indie-Verlage und ihre Bücher besonders am Herzen liegen. Und weil das so ist, hatte ich mir natürlich einen Termin doppelrot angestrichen: Die Präsentation fünfzehn unabhängiger Verlage und ihrer Herbstvorschauen im Pressesalon der Kurt Wolff Stiftung. Am vergangenen Donnerstag war es soweit. Obendrein für mich eine Premiere! Das Ergebnis... Weiterlesen →

[Gastrezension] Gregor Sander: Was gewesen wäre

Tief beeindruckt lege ich diesen Roman zur Seite, der mich vom ersten bis zum letzten Satz gefesselt hat. Auf der Suche nach einer ganz besonderen Story hatte ich meinen Stapel mit den Neuerscheinungen durchwühlt, bis ich diesen schmalen Band in der Hand hielt. Einige Stunden später, es ist bereits dunkel, sitze ich da und fühlte... Weiterlesen →

Ernst Glaeser: Jahrgang 1902

Ernst Glaeser (1902-1963) war ein deutscher Autor. Er studierte Philosophie, Gemanistik und Literaturwissenschaft und war schon in jungen Jahren Redakteur der Frankfurter Zeitung sowie von 1928 bis 1930 Leiter der literarischen Abteilung des Südwestdeutschen Rundfunks. Diese Position dürfte Glaeser in nicht unwesentlichem Umfang dem Erfolg seines erstmals 1928 erschienenen Romans ,Jahrgang 1902′ zu verdanken haben,... Weiterlesen →

Ralph Dutli: Soutines letzte Fahrt

Ralph Dutli ist ein Schweizer Lyriker, Essayist, Übersetzer und Autor. Er studierte Romanistik und Russistik in Zürich und Paris und wurde zunächst als Übersetzer und Herausgeber der Werke Ossip Mandelstams, einem russischen Dichter, bekannt. Schrieb Dutli bisher eher poetologische Abhandlungen oder literatur – und kunsthistorische Essays, legt er mit ‘Soutines letzte Fahrt‘ nun seinen ersten... Weiterlesen →

Dea Loher: Hundskopf

loherDea Loher wurde 1964 in Traunstein geboren und studierte Germanistik und Philosophie in München. Sie ist eine der erfolgreichsten und meistgespielten Theaterautorinnen Deutschlands. Vor einigen Monaten habe ich ihren Roman “Bugatti taucht auf” gelesen, mit dem sie auch auf der Longlist des Deutschen Buchpreis stand. Ich freue mich übrigens sehr darüber, dass Dea Loher im Rahmen der Literatour Nord nächsten Monat hier in Bremen lesen wird. “Hundskopf” ist das Prosadebüt der Autorin und erschien im Jahr 2005.

“Wir waren schief in die Welt gekippt worden, und die Welt würde nie mehr gerade sein.”

“Hundskopf” besteht aus acht kleinen Erzählungen und umfasst insgesamt nur knappe 110 Seiten. Im Zentrum der Erzählungen steht das ganz alltägliche Leben – der banale Alltag, wenn man so will – und das Auseinanderbrechen dieses Gefüges. Kleinste Erschütterungen, feinste Risse – mehr braucht es nicht, um die Zerbrechlichkeit und Brüchigkeit des Lebens zu zeigen. Die Figuren, die im Zentrum der Erzählungen stehen, wirken vertraut und unscheinbar. Das etwas nicht stimmt, wird häufig erst auf den zweiten Blick bewusst.

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